Mittwoch, 1. Juli 2015

Come into my life

… Joyce Sims - ganz laut hören! In DAS AUTO einsteigen, Sonnenbrille auf, Musik an, Motor starten - LOS. Leise im Auto Musik hören kann jeder, meine alten Ohren brauchen es ab und zu geräuschvoll. Wunderbar durch ‚Wache‘ zu fahren und dabei P!nk zu hören - „Get the party started“ - „Funhouse“ ist auch gut. Was sagte ein Kollege heute zu mir - „Kann man mir dir auch kurz ernsthaft …“ - wenn es darauf ankommt JA, doch es kommt nicht immer darauf an. Wenn kein Auto weniger gebaut wird und keines weniger verkauft wird, ist es nicht wirklich wichtig. Kommen Excel-Listen-Gläubige ohne Wertschöpfungsanteil daher, wird es mindestens interessant — nur nicht für alle Beteiligten nett. Die Gläubigen alle in einer Klischeeschubladen gesammelt und kommen dort kaum hinaus.

Mit Gläubigen kann wunderbar interagiert werden. Einfach auf eine ihrer Listen starren, der Gläubige fragt „Was suchen sie?“ — bedächtig Antwort geben „… den wertschöpfenden Anteil“ — Stille, wunderbare Stille, der Gläubige muss das verarbeiten. Immer wieder gut ist auch der Ausspruch „Ich verstehe sie, habe aber kein Verständnis.“ - so macher Gläubige wird irritiert — Ziel erreicht.

Ich bin niemals laut, im Selbstbild eher sehr klar und bestimmt. Wir sind nicht in einer Basisdemokratie — auch wenn einige anderer Meinung sind. Wenn es mir darauf ankommt, kann ich bewusst wenig wertschätzend sein. Aufrecht gehen ist wichtig, ist mir wichtig. Ich habe spitze Ecken und scharfe Kanten — ich bin mir dessen bewusst, finde es manchmal überinterpretiert.

Zu einer Kollegin heute "das mache ich nicht zufällig, alles Absicht“ — eine Teilgläubige; sie möchte eine Liste haben. Die deterministische Antwort: „nein" - weitere Anfragen werden aktiv über drei Wochen ignoriert — heute in der Leitungsrunde, sie fragt öffentlich danach, es gibt umgehend die öffentliche Antwort ‚nein mache ich nicht‘ — deterministisch. Mein Chef sieht dem Schauspiel interessiert zu - ich werde ihn fragen was er gedacht hat - weil er ein aussergewöhnlich Guter ist und weil es mich wirklich interessiert. Im Ergebnis bleibt es beim ‚nein‘ - das Ergebnis zählt.

Rückblickend betrachtet eine interessante Besprechung: Diskussion über die Besetzung eines Gremiums, alle Teilnehmer aus dem oberen Managementkreis. Ich bin eingeladen, war noch nie dabei. Meine Fachthemen werden diskutiert und machmal auch beschlossen. Ich werde nicht der offizielle Vertreter im Gremium, eine kurze flammende Rede, dass ich mir von diesem Gremium nicht in meine Fachthemen hineinreden lasse, es ohne Interesse ist— der offizielle Vertreter wird ein anderer und er lebt damit dass ich die Beschlüsse als irrelevant betracht und so handele. Interessante Zwischenfrage: „Wie lange gibt es das Gremium bereits?“ — Antwort: „ca. 2 Jahre“ — meine Meinung dazu , was ich zwei Jahre erfolgreich ignorieren kann, ist nicht wichtig für mich.

Letztens die Aussensicht einer Assistenz eines grossen Chefs über mein Wirken: Ich mache mein Ding, beachte Vorgaben nur wenn es mir wichtig oder es nicht mehr vermeidbar ist, verfolge meine Ziele intensiv, erzähle wenig über mein Vorgehen hierzu, bin damit sehr erfolgreich im Sinne des Unternehmens. Wenn ich darüber nachdenke: Alles richtig gemacht — der Erfolg zählt, Bremser haben wir auf allen Ebenen genügend.

Mach dein Ding — Normative Kraft des Faktischen.